Nebenberuflich selbstständig – Was gibt es zu beachten?

Eine nebenberufliche Selbstständigkeit ist ideal für dich, wenn du dein Einkommen etwas aufbessern willst. Du kennst bereits unsere Tipps, wie du 2019 schnell nebenbei Geld verdienen kannst. Heute soll sich alles um die Eckpunkte drehen, die bei den meisten dieser selbstständigen Nebenjobs gleich sind. Doch Halt, warum eigentlich nebenberuflich mit der Selbstständigkeit anfangen?

Die Vorteile einer nebenberuflichen Selbstständigkeit

Selbstständig zu sein ist ein ganz schöner Hammer. Man muss ziemlich viel Einkommen generieren, um immer flüssig zu sein, und zudem seine Sozialversicherung komplett allein bezahlen. Allein dafür gehen ein paar Hundert Euro pro Monat drauf! Der Steuerberater schlägt kräftig zu Buche, ebenso wie das Büro (falls man eines braucht) und die private Altersvorsorge. Da ist der nebenberufliche Einstieg in die Selbstständigkeit wesentlich einfacher! So lange man im Hauptberuf mehr verdient als mit der Selbstständigkeit, kann man problemlos über den Arbeitgeber sozialversichert bleiben und hat ein regelmäßiges Einkommen, auf das man bauen kann. Wenn die Nebentätigkeit einen größeren Raum einnehmen soll, reduziert man die Arbeitszeit beim Chef einfach ein wenig und schafft sich so zeitliche Ressourcen. Alles Organisatorische rund um den Nebenjob kann man locker auch mit einem kleinen Budget stemmen – und wir erklären heute, wie das funktioniert.

Marketing muss nicht teuer sein

Wer nicht wirbt, der stirbt – diesen Spruch kannten unsere Großeltern schon und er gilt nach wie vor. Und natürlich musst auch du dein Business unter die Leute bringen, die sonst niemals erfahren, dass es dich und dein Angebot gibt.

Doch du musst keine Werbeagentur beauftragen oder ganzseitige Anzeigen in der Zeitung schalten. In den Zeiten von Internet & Co ist Marketing eine äußerst demokratische Angelegenheit geworden.

Diese Maßnahmen sind für nebenberuflich Selbstständige sinnvoll und einfach und günstig umzusetzen:

  1. Social Media Marketing

Bist du nicht ohnehin auf Facebook, Instagram oder Pinterest unterwegs, um dich inspirieren zu lassen oder mit deinen Freunden in Kontakt zu sein? Dann professionalisiere deine Aktivitäten und lege eine kleine Schippe Zeit obenauf. Eine Fanseite kann man kostenlos anlegen, ebenso ist ein Logo schnell selbst erstellt oder kann günstig bei einem Dienstleister in Auftrag gegeben werden. Auf internationalen Plattformen gibt es großartige Designs zu Angebotspreisen. Erstelle dir einen Plan, was du posten willst und Teile deine Inhalte. So bekommst du mit der Zeit immer mehr Follower und Kunden.

  1.   Content Marketing

Content Marketing bezeichnet alle Veröffentlichungen, mit denen du dich als Experte in deinem Bereich positionierst. Du kannst diese Inhalte selbst erstellen oder in Auftrag geben. Bedenke stets den Nutzen des Kunden, und du wirst eine treue Anhängerschaft generieren!

  1. SEO

Suchmaschinenoptimierung kannst du auch selbst betreiben. Mit angepassten Texten sorgst du dafür, dass deine Inhalte bei Google auf den vorderen Plätzen erscheinen, wenn jemand den entsprechenden Suchbegriff eingibt. Mit kostenlosen Tools, die du leicht online finden kannst, lässt sich aus deinen Inhalten eine Menge herausholen.

Den Steuerberater kannst du dir erst mal sparen

Natürlich musst du dich um das Thema Steuern kümmern, auch wenn du nur nebenberuflich selbstständig bist. Allerdings brauchst du dafür, gerade am Anfang, keinen Steuerberater! Dieser belastet dein Budget nämlich mit hohen Gebühren. Mit einer professionellen Software wie von Lexware, einem der renommiertesten Anbieter, kannst du deine Steuern selbst machen und behältst gleichzeitig deine Geschäftszahlen immer im Auge.

Wenn dein Unternehmen wächst, kannst du dir immer noch einen externen Dienstleister heranziehen. Es ist jedoch immer von Vorteil, wenn du dich selbst mit deinen Zahlen auskennst.

Kostenlos zu einer Homepage kommen

unsplash.com © helloquence

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In der heutigen Zeit ist es selbstverständlich, sich als Unternehmer online zu präsentieren, ob du nun nebenberuflich oder hautberuflich selbstständig bist.  Früher war eine eigene Homepage mit Kosten von Hunderten oder Tausenden Euro verbunden – heute machst du sie mit einem der gängigen CMS Systeme oder einem Baukastensystem einfach selbst.

Die günstige Methode, um an eine tolle Homepage zu kommen, ist zweifellos WordPress. Die Software ist kostenlos, du brauchst lediglich einen Speicherplatz für deine Seite, den du für wenige Euro pro Monat mieten kannst. Es gibt ausgezeichnete Vorlagen und viele kostenlose Erweiterungen, mit denen du dir eine tolle Page selbst bauen kannst.

Vergiss das Denken, dass du mit deiner Seite einen Designpreis gewinnen können musst und eine teure Agentur brauchst. Deine Webseite muss nur deinen Kunden gefallen, das ist die Hauptsache. Zusammen mit SEO optimiertem Content hast du so einen leichten Weg zu deinen Kunden gefunden.

Immer flüssig bleiben

Die meisten neu gegründeten Unternehmen scheitern in den ersten Jahren an ihrer mangelnden Liquidität. Dir muss das nicht passieren, denn du hast als Standbein immer noch deinen Job! Achte trotzdem von Anfang an darauf, immer flüssig zu bleiben und gewöhne dir die entsprechenden Prozesse an. Für deine Liquidität sorgst du mit den folgenden Maßnahmen:

  • Entscheide dich am Anfang, ob du die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen willst. Dann kannst du zwar die Vorsteuer deiner Investitionen nicht zurückholen, musst aber auch keine 19% Mehrwertsteuer zahlen. Das klappt so lange, wie dein Umsatz 17.500 Euro (bzw. im Folgejahr 50.000 Euro) nicht überschreitet.
  • Schreibe akkurate Rechnungen, damit deine Kunden schnell bezahlen. Nutze dafür eine entsprechende Vorlage, damit sich auch dein Geschäftspartner nicht beschweren muss, weil es irgendwelche Formfehler gibt.
  • Zögere nicht ausstehende Zahlungen anzumahnen oder bei besonders uneinsichtigen Kunden ein Inkasso einzuschalten. Mit solchen Auftraggebern wirst du nur Ärger haben, mach dir als keine Sorgen um eine zukünftige Zusammenarbeit.
  • Versuche stets, Rücklagen zu bilden und verlasse dich nicht allein auf den Cashflow. Investiere maßvoll und klug.
  • Mache zunächst alles selbst, was möglich ist. Du musst dir keinen Schreiner bestellen, der in deinem Büro Möbel auf Maß schneidert. Es ist kein Problem, von einem Arbeitstisch in deiner Wohnung aus zu starten.
  • Nutze Angebote wie Crowdworking. Dort gibt es guten Kaffee und das eine oder andere technische Gerät, das dir vielleicht noch fehlt.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, die Selbstständigkeit zum Hauptberuf zu machen?

Irgendwann kommt der Punkt, an dem du mit der Ausübung deiner beiden Jobs allein schon zeitlich überfordert bist. Wenn du deine selbstständigen Aufgaben nicht abgeben kannst oder willst, dann sorge für ein finanzielles Polster, mit dem du rund sechs Monate deine Krankenkasse etc. bezahlen kannst. Wenn du das hast und deine Auftragslage gut ist, kannst du deinem Chef unbesorgt zum Abschied winken.

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